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INFOS

Seit zehn Jahren ist Diego Buñuel für das französische Fernsehen als Auslandskorrespondent unterwegs. Für die Erfolgsserie „Sag's nicht meiner Mutter" führen ihn seine Entdeckungsreisen unter anderem nach Johannesburg, Lagos, Delhi, Dhaka, die Hauptstadt von Bangladesch, die alljährlich von schweren Monsun-Überflutungen heimgesucht wird.

Vor jeder Reise verabschiedet er sich von seinen Kollegen im Pariser Sendezentrum mit dem gleichen Spruch: „Sag's nicht meiner Mutter!". Schließlich würde es die ältere Dame allzu sehr aufregen, zu erfahren, dass sich ihr Sohn wieder einmal in ein besonders gefährliches Land begibt.

Nicht nur im Umgang mit seinem nicht unbeträchtlichen Berufsrisiko hat Diego Buñuel mittlerweile eine recht lakonische Einstellung entwickelt. Ihm ist auch aufgefallen, wie sehr sich die Nachrichten aus den so genannten „Krisenregionen" doch gleichen, die er und seine Kollegen Tag für Tag produzieren: Raketenabschüsse, weinende Kinder, zerstörte Gebäude, wehklagende Mütter oder erzürnte Männer, die mit Maschinenpistolen herumfuchteln.

Geschichten und Bilder wie diese werden erwartet - und lassen sich gut verkaufen. Doch jedes Land hat mehr zu bieten als Bild gewordene Klischees. Aus dieser Überlegung heraus entwickelte der Reporter die Idee, diese Länder endlich einmal von einer anderen Seite zu betrachten, aus der Perspektive des Alltagslebens fernab von Kriegen und Katastrophen.

Das Ergebnis: Spannende und unvoreingenommene Porträts fremder Länder und Kulturen, die mehr zum Verständnis dieser Regionen beitragen als die üblichen Nachrichtensendungen.

EPISODENFÜHRER

  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Venezuela
    Bis vor zehn Jahren kannte der europäische Fernsehzuschauer Venezuela vor allem als das Heimatland von Zuckerrohr und der nächsten Miss Universum. Doch mittlerweile hat sich der lateinamerikanische Staat mit einem anderen Exportartikel einen Namen gemacht: Sozialismus. Die Gesellschaftsform, die spätestens mit dem Ende des Kalten Krieges als mausetot galt, feierte hier ihre Wiederauferstehung. Und da Venezuela über gigantische Erdölvorkommen verfügt, treibt diese Entwicklung nicht zuletzt den Vertretern der US-Regierung die Sorgenfalten auf die Stirn. Treibende Kraft dieser Entwicklung ist...
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Pakistan
    Im Januar 2008 bezeichnete das britische Magazin "The Economist" Pakistan als das gefährlichste Land der Welt. Damit stand für Diego Buñuel das nächste Reiseziel fest: Pakistan. Über einen Monat lang reiste er kreuz und quer durch das Land und machte dabei zahlreiche überraschende und faszinierende Entdeckungen. Immer wieder musste er sehen, wie Stereotypen und Vorurteile in sich zusammenbrachen. Denn die Wirklichkeit in Pakistan ist ohne Zweifel völlig anders, als das Bild, das die Medien der westlichen Welt vermitteln.
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs auf dem Balkan
    Mit dem Ende der Balkankriege in den 90er Jahren schwand auch das Medieninteresse am Südosten Europas. Zehn Jahre später versucht Diego Buñuel sich ein Bild von der Region zu machen. Über 1.500 Kilometer fährt er mit dem Auto über die Straßen Kroatiens, Bosniens, Serbiens und des Kosovo. Dabei begegnet er Menschen, die nichts mit den Klischees gemein haben, die im übrigen Europa bezüglich der Balkanbewohner gepflegt werden. Buñuels Dokumentation macht deutlich, dass sich das frühere Jugoslawien immer noch in einer Nachkriegszeit befindet, in der viele Wunden erst noch verheilen müssen. 300....
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs im Iran
    Diesmal ist Diego Buñuel im Iran unterwegs. In der Hauptstadt Teheran verschlägt es ihn zunächst auf eine HipHop-Party, auf der der Sohn eines Mullahs mit seiner Performance für eine großartige Show sorgt. Später trifft er auf einen jüdischen Antiquitätenhändler, mit dem er selbstgebrannten Schnaps trinkt und anschließend die Synagoge in Teheran besichtigt. Dann geht die Reise weiter Richtung Süden - in die Provinzhauptstadt Isfahan. Diego staunt nicht schlecht, als er dort bei einem Basketballspiel unter Einheimischen auch einen amerikanischen Spieler antrifft, der im Iran fast den Status...
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs im Irak
    In Bagdad wird Diego Buñuel von Bodyguards begleitet. In der Stadt herrscht eine nächtliche Ausgangssperre, und immer wieder gibt es militärische Kontrollen. Im christlichen Viertel besucht der französische Reporter die boomende irakische Börse. Doch der Aktienmarkt ist nicht die einzige florierende Branche in der von Diktatur und Krieg gezeichneten Metropole am Tigris. Sportclubs und Fitnesscenter schießen wie Pilze aus dem Boden. Offenbar sind viele Iraker davon überzeugt, dass mit der Muskelmasse auch die Chancen auf einen gut bezahlten Job wachsen. Die äußerst lebendige irakische Rocksz...
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Sao Paulo(Sao Paulo)
    Selten prallen die Gegensätze zwischen Arm und Reich mit solcher Wucht aufeinander wie im brasilianischen Sao Paulo: In der reichsten Stadt Lateinamerikas lassen sich die oberen Zehntausend mit Hubschraubern herumchauffieren, während sich ihr Nachwuchs auf ausgedehnten Shoppingtouren in den zahlreichen Luxusläden vergnügt. Schwer gepanzerte Limousinen und bis an die Zähne bewaffnete Leibwächter sind für die Superreichen dabei allerdings Pflicht - denn sie leben in Furcht vor dem Rest der Bevölkerung: Rund zwei Drittel der Einwohner von Sao Paulo leben unter erbärmlichen Bedingungen in den Favelas genannten Elendsvierteln. Diego Buñuel stellt die unterschiedlichen Lebenswelten in der 20-Millionen-Stadt vor.
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Johannesburg
    Johannesburg ist berüchtigt für seine Gewaltkriminalität, die hohe Rate von HIV-Infektionen und die bis heute nicht überwundenen sozialen Folgen des Apartheids-Regimes. Jede dieser Herausforderungen würde in anderen Weltmetropolen zum Zusammenbruch jeder Ordnung führen - nicht jedoch in Joburg, wie die Einheimischen es nennen. Denn Johannesburg hat sich trotz aller Schwierigkeiten zum Wirtschaftsmotor des Landes entwickelt. Diego Buñuel hat die widersprüchliche Metropole erkundet.
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Lagos
    Tag für Tag zieht die 18-Millionen-Metropole Lagos in Nigeria tausende Neuankömmlinge an, die sich hier ein besseres Leben erhoffen. Doch die meisten von ihnen erwartet hier das genaue Gegenteil: Bittere Armut und die enorme Umweltverschmutzung prägen den Alltag in Lagos und machen das Leben für viele Bewohner buchstäblich zur Hölle. Wer sich hier durchschlagen will, braucht Mut und Improvisationstalent: Das fängt bei den teils abenteuerlichen Transportmethoden an - und hört bei den legendären Filmproduzenten der "Nollywood"-Streifen noch lange nicht auf. Diego Buñuel zeigt die Licht- und Schattenseiten der Metropole Lagos.
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Neu-Delhi
    In Neu-Delhi prallen altehrwürdige Traditionen und moderne wirtschaftliche Zwänge aufeinander: Innerhalb von 20 Jahren hat sich die Bevölkerung der Stadt infolge der Zuwanderung vom Land nahezu verdoppelt. Die in Jahrhunderten gewachsene Infrastruktur und die sozialen Verbünde von Familien und Stadtvierteln können mit dem rasanten Wachstum nur schwer mithalten. Diego Buñuel ist in die indische Hauptstadt gereist und hat den ganz alltäglichen Trubel in der 18-Millionen-Mettropole am eigenen Leib erlebt.
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Dhaka
    Die bengalische Hauptstadt Dhaka gehört zu den am schnellsten wachsenden Metropolen der Welt - und zu den faszinierendsten: Weltenbummler Diego Buñuel begegnet hier Polizeibeamten, die in Frauenkleidern inkognito ihrer Arbeit nachgehen, durchquert einen Stadtteil, in dem die allgegenwärtigen Makaken-Affen zu einer wahren Landplage geworden sind, und macht eine Stippvisite bei der bengalischen Variante von "Deutschland sucht den Superstar". In der Sendung "Construction Star" stellen harte Bauarbeiter unter Beweis, dass ihre Sangeskünste es durchaus mit ihrer Muskelkraft aufnehmen können!
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Mexiko-Stadt
    Mexiko-Stadt, vor 800 Jahren von den Azteken gegründet, ist eine der ältesten Metropolen des amerikanischen Doppelkontinents und die zweitgrößte der Welt. Doch für die 20 Millionen Einwohner ist die altehrwürdige Stadt oft auch eine ganz schöne Herausforderung: Durch die Lage in einem Talkessel sammelt sich regelmäßig eine stinkende Smogglocke über der Stadt, in der Verwaltung ist die Korruption allgegenwärtig, und mächtige Drogenbarone und Bandenchefs haben die Stadt in Einflusssphären unterteilt, die sie mit aller Gewalt verteidigen. Trotz aller Widrigkeiten gibt es in Mexiko-Stadt auch Oasen der Ruhe und eine reichhaltige, jahrhundertealte Kultur zu entdecken - und Diego Buñuel hat beides auf seinen Erkundungstouren aufgespürt.
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Sao Paulo
    Selten prallen die Gegensätze zwischen Arm und Reich mit solcher Wucht aufeinander wie im brasilianischen Sao Paulo: In der reichsten Stadt Lateinamerikas lassen sich die oberen Zehntausend mit Hubschraubern herumchauffieren, während sich ihr Nachwuchs auf ausgedehnten Shoppingtouren in den zahlreichen Luxusläden vergnügt. Schwer gepanzerte Limousinen und bis an die Zähne bewaffnete Leibwächter sind für die Superreichen dabei allerdings Pflicht - denn sie leben in Furcht vor dem Rest der Bevölkerung: Rund zwei Drittel der Einwohner von Sao Paulo leben unter erbärmlichen Bedingungen in den Favelas genannten Elendsvierteln. Diego Buñuel stellt die unterschiedlichen Lebenswelten in der 20-Millionen-Stadt vor.
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Beirut
    Bis Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts galt Beirut als eine wohlhabende und multikulturelle Metropole, als das Paris des Nahen Ostens. Doch ab 1975 änderte sich alles grundlegend. Bis Anfang der 90er Jahre versank die libanesische Hauptstadt im Chaos eines blutigen Bürgerkrieges. Der Name Beirut wurde zum Synonym für Terror und Zerstörung, für Leid und Hoffnungslosigkeit. Erfreulicherweise ist die Stadt, in der viele unterschiedliche christliche und islamische Konfessionen leben, mittlerweile wieder auf dem Weg zu einem friedlichen Miteinander. Diego Buñuel reist in diese aufregende Metropole am Mittelmeer. Dabei begegnet er kulturellen Extremen - so begegnet er dem Luxus der einheimischen Eliten ebenso wie dem Elend des größten palästinensischen Flüchtlingslagers im Libanon.
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Kairo
    Mit über 16 Millionen Einwohnern ist die Metropolregion Kairo die größte Stadt der arabischen Welt - und gleichzeitig eine der vielseitigsten: Moderne High-Tech-Bauten wie der an eine stilisierte Lotusblüte erinnernde Fernsehturm prägen das Gesicht der Stadt ebenso wie die islamische Altstadt, die seit 1979 zum Weltkulturerbe der Menschheit zählt, oder die legendären Pyramiden von Gizeh, die gerade einmal 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegen. Diego Buñuel taucht hier ein in die vielfältige Kultur des modernen Ägypten - und macht aufregende Entdeckungen: Unter anderem wird er in die Lebensweise der koptischen Christen eingeführt, verlebt dramatische Stunden auf einer zum Himmel stinkenden Mülldeponie und lernt eine eigenwillige muslimische Sex-Therapeutin kennen, die im Koran einen Wegweiser zur vollkommenen sexuellen Befriedigung entdeckt haben will.
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Delhi
    In Delhi prallen altehrwürdige Traditionen und moderne wirtschaftliche Zwänge aufeinander: Innerhalb von 20 Jahren hat sich die Bevölkerung der indische Megastadt infolge der Zuwanderung vom Land nahezu verdoppelt. Die in Jahrhunderten gewachsene Infrastruktur und die sozialen Verbünde von Familien und Stadtvierteln können mit dem rasanten Wachstum nur schwer mithalten. Diego Buñuel ist in die Hauptstadt der Indischen Union gereist und hat den ganz alltäglichen Trubel in der 18-Millionen-Metropole am eigenen Leib erlebt.
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Manila
    Manila ist die Hauptstadt der Philippinen, eines Landes, das aus über 7.000 Inseln besteht. Doch das Problem der Metropole ist nicht die Menge der Eilande: Es ist die Menge der Menschen. Manila leidet unter seiner Überbevölkerung. Damit steht die Stadt im weltweiten Vergleich nicht alleine da, aber hier zeigt sich dieses Phänomen in besonders krasser Weise. Hinzu kommen unfassbare Armut und eine unterentwickelte Infrastruktur, was die Probleme zusätzlich verschärft. Diego reist nach Manila und entdeckt dort einen Ort von ungeheurer Dynamik. Extreme Kulte, bei denen sich Gläubige in der Nach...
  • Sag's nicht meiner Mutter: Unterwegs in Tokio
    Mit mehr als 35 Millionen Einwohnern ist Tokio die größte Stadt der Welt. Hierbei zeigt sich die japanische Hauptstadt als eine höchst lebendige Metropole, die Moderne und Tradition in vielfältiger Hinsicht miteinander verzahnt. Uralte Shinto-Tempel stehen neben ultramodernen Hightech-Wolkenkratzern, und durch die Straßen ziehen Mädchen mit Schuluniformen, um in den Schaufenstern der Geschäfte nach klassischen Seidenkimonos Ausschau zu halten. Doch die Stadt hat ein enormes Problem: Die japanische Gesellschaft altert schneller als alle anderen Gesellschaften der Erde. Jedes Jahr sterben meh...
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