Tschernobyl: Die Geschichte hinter dem Super-GAU

ab 12ab 12
©Windfall Films/ @National Geographic
Tschernobyl: Die Geschichte hinter dem Super-GAU

Inhalt

Am 26. April 1986 führt ein Sicherheitstest im Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl zur folgenschwersten Reaktorkatastrophe der Geschichte. Die Explosion setzt eine gewaltige Menge radioaktiver Strahlung frei, die sich über weite Teile Europas ausbreitet. Diese Serie zeichnet die Ereignisse von damals nach. Zeitzeugen, Einsatzkräfte und Wissenschaftler schildern, wie sie die Katastrophe erlebt haben. Zudem wird beleuchtet, welche politischen und gesellschaftlichen Folgen der Super-GAU bis heute hat - und wie das Sperrgebiet im Zuge des Ukraine-Krieges erneut in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerät.

Episoden

Staffel 1
  • Inferno

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    Um 1.23 Uhr am 26. April 1986 erschüttert eine Explosion Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl. Ein Sicherheitstest löst den schlimmsten Atomunfall der Geschichte aus und setzt enorme Mengen radioaktiver Strahlung frei, die sich unaufhaltsam ausbreiten. Während Schichtarbeiter unter Schock stehen, rücken Feuerwehrleute aus, ohne zu wissen, welcher Gefahr sie sich aussetzen. In der nahe gelegenen Stadt Prypjat wird der Alltag zunächst aufrechterhalten. Die Folge zeichnet die ersten 24 Stunden der Katastrophe nach, aus der Sicht von Menschen, die verzweifelt versuchen zu begreifen, was geschehen ist.

  • Vertuschung

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    Zwei Tage nach der Explosion brennt Reaktor 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl weiter. Hubschrauberbesatzungen versuchen, das Feuer zu löschen, und sind dabei extremen Strahlendosen ausgesetzt. Erst jetzt ordnen die sowjetischen Behörden die Evakuierung der Umgebung an: Rund 50.000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Gleichzeitig werden schwer verstrahlte Feuerwehrleute abgeschirmt und isoliert. In Schweden lösen erhöhte Strahlenwerte Alarm aus und machen das Ausmaß der Katastrophe weltweit bekannt. Dennoch schweigen die Verantwortlichen und versuchen, das Ausmaß der Katastrophe zu verschleiern.

  • Opfer

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    Zwei Wochen nach der Explosion beginnt in Tschernobyl eine der gefährlichsten Aufräumaktionen der Geschichte. Rund um das havarierte Kernkraftwerk wird eine Sperrzone mit einem Radius von 30 Kilometern errichtet, um die Bevölkerung vor radioaktivem Fallout zu schützen. Gleichzeitig werden Hunderttausende Helfer mobilisiert, um verseuchte Trümmer zu beseitigen und den zerstörten Reaktor in einem massiven Betonsarkophag einzuschließen - oft unter lebensgefährlichen Bedingungen. Währenddessen versammeln sich in Wien internationale Atomexperten, um die sowjetische Darstellung der Ursachen zu hören.

  • Wahrheit

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    Mehr als ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe stehen Verantwortliche des Kernkraftwerks Tschernobyl vor Gericht. Der Schauprozess soll Schuldige präsentieren, während zentrale Fragen unbeantwortet bleiben. Gleichzeitig suchen Wissenschaftler im Inneren des Reaktors nach den Überresten des hochradioaktiven Brennstoffs. Erst mit dem Zerfall der Sowjetunion wird eine unabhängige Untersuchung möglich und das wahre Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Vier Jahrzehnte später rückt Tschernobyl erneut in den Fokus der Weltöffentlichkeit: Der Krieg in der Ukraine macht die Sperrzone wieder zum Gefahrengebiet.